Auf ins Abenteuer, denn The Blood of Dawnwalker verspricht einiges – vor allem dann, wenn einem bewusst ist das ehemalige The Witcher 3 Entwickler:innen hinter diesem Projekt bzw. hinter dem neu gegründeten Studio „Rebel Wolves“ stehen. Was also kann da schon schiefgehen?
Ich bin tatsächlich kein großer Fan von Vampiren. Ich liebe Fantasy – soweit so gut, aber so bald es hauptsächlich um Vampire geht, löst sich mein Interesse in Staub auf. Ich kann noch nicht mal wirklich erklären wieso dem so ist, aber das Interesse war hier noch nie so wirklich vorhanden. The Blood of Dawnwalker wollte ich dennoch eine Chance geben, weil es eben von Entwickler:innen gemacht wurde, die bereits erwiesen haben, dass sie es können.
The Witcher 3 ist eins meiner absoluten Lieblings RPGs – und ich freue mich schon sehr auf das Remastered Update Ende diesen Monats, aber umso gespannter war ich eben auf dieses eine Spiel. Als es damals bereits angekündigt und zum ersten mal gezeigt wurde, war einem sofort klar – hier steckt eine ordentliche Priese The Witcher 3 DNA drin. Der Vergleich lässt sich halt auch nicht vermeiden, denn allein wie das Game aufgebaut ist, von der Umgebung, den Charakteren und auch den Aufgaben, wird einem schnell bewusst das es gewisse Ähnlichkeiten gibt und vor allem was die Musik betrifft ist es doch sehr eindeutig. Jedoch sollte gesagt sein das dies in keinster Weise schlecht ist, ganz im Gegenteil.
The Blood of Dawnwalker als ein The Witcher 3 2.0 zu bezeichnen ist viel mehr ein Lob.
Dennoch bringt das Game auch viele eigene Sachen mit, die aus dem Spielerlebnis etwas vollkommen anderes, aber zur selben Zeit auch etwas gewohntes machen. Ich habe mir das Game also mal ein wenig angeguckt und bin jetzt bei knapp 15 Stunden, vielleicht etwas mehr, im Game drin und will dir nun einen kleinen Einblick von dem geben, was ich innerhalb dieser Spielzeit erlebt habe.
The Blood of Dawnwalker – Wir machen Jagt auf Vampire
Die Geschichte ist relativ simpel und auch das muss nichts schlechtes sein. Wir spielen Coen, einen jungen Mann der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf lebt. Hilfsbereit, nett und stets freundlich und das obwohl es die Familie in der Vergangenheit nicht sonderlich einfach hatte.
Die Pest schwebte über das Land bzw. in einigen Regionen ist dies immer noch der Fall. Die kleine Schwester von Coen – Lunka, ist leider an der Pest erkrankt und dies ist der ausschlaggebende Punkt, welcher für die Handlung entscheidend ist. Eigentlich sollte seine Schwester getötet werden, um die Ausbreitung der Krankheit zu unterbinden. Mit der Schwester im Arm flüchtet Coen vor den Soldaten, die ihn am Ende dann doch einholen konnten. Die Lage schien aussichtslos zu sein – es sind zu viele Soldaten, gegen die Coen ankommen müsste um seine Schwester zu retten. Als es eigentlich schon zu spät ist, werden die Soldaten plötzlich von furchterregenden Gestalten nach einander abgeschlachtet. Hier sehen wir Brencis zum ersten mal, der Vampirfürst, welcher die Macht über das ganze Land ab diesem Zeitpunkt an sich reißt. Er rettet somit die Schwester von Coen – und eben auch ihn selbst und heilt Lunka mit seinem Blut von der Pest.
Dieses Ereignis ist wichtig für die ganze Geschichte bzw. läutet diese im Grunde ein. Brencis reißt die Herrschaft unter seinen Nagel und verlangt nun regelmäßig im Tausch gegen sein Blut, welches die Menschheit für verschiedenen Krankheiten und Verletzungen heilt, dass Blut der Bewohner:innen des Landes. Brencis selber hält sich für einen Retter und findet das alle Menschen dankbar sein sollten, dass er ihnen aus dieser schwierigen Zeit gerettet hat. Letztendlich unterdrückt er aber die Bewohner:innen des Landes und schon bei der kleinsten Straftat oder Kritik gegen ihn, lässt er Menschen ausbluten.
Das Spiel beginnt relativ harmlos. Wir lernen die Charakter kennen und sehen wenige Minuten später das Coen aus einem Albtraum erwacht. Einen Albtraum den er regelmäßig hat, seitdem er mit ansehen musste wie seine Schwester das Blut von Brencis getrunken hat. Hier möchte ich einmal kurz einwerfen, dass die Vampire im Spiel nicht Vampire genannt werden, sondern Vrakhiri.
Wir erledigen unsere ersten Aufgaben und machen uns mit dem Spiel vertraut

Nach dem Traum fängt das Game erst so richtig an, wobei der Anfang eher wie ein Tutorial ist, als das man sofort ins Spiel geworfen wird. Wir befinden uns in der Rolle von Coen, der direkt nach dem Aufstehen erst einmal Holz hacken soll. Diese Aufgabe haben wir schnell erledigt. Kurz darauf merken wir das in der Familie nicht alles so schön ist. Lunka ist zwar wieder geheilt, aber die Mutter scheint ein schweres Trauma erlitten zu haben, welches sie nur schwer verarbeiten kann. Sie ist physisch anwesend, aber mit ihrem Geist ganz wo anders. Sie isst nichts mehr und das ist ein gewaltiges Problem, denn am Abend findet die Messe statt, in der das Blut an die Varkhiri abgegeben werden soll. Schwache Menschen werden hier nicht gerne gesehen.
Schnell ist unsere Aufgabe klar. Wir sollen neue Kräuter besorgen, denn die alten wirken nicht mehr. Das Ziel ist also Anca, eine Frau die etwas außerhalb des Dorfes für sich alleine lebt. Sie kennt sich bestens mit Kräutern und Latein aus. Zeitgleich ist sie auch sehr geheimnisvoll.
Nun geht es erstmals aus dem Haus raus. Schöne Natur, Berge im Hintergrund und das Wetter ist perfekt um die Aufgaben zu erledigen. Direkt zu Beginn zeigt uns das Spiel, dass dieses sehr stark von Entscheidungen lebt. Entscheidungen ist ein wichtiges Element des Gameplays. Oben rechts befindet sich nämlich eine Art Zeitleiste, die in acht Segmente unterteilt ist. Das Spiel beginnt am Tage, sind jedoch alle acht Segmente in dieser Zeitleiste voll, so wechselt das Spiel zur Nacht. Wir haben also genau diese acht Segmente Zeit, unsere Aufgaben zu erledigen. Hier wird schnell klar das nicht alles geschafft werden kann.
Die Zeit im Spiel sollte man im Auge behalten
Wir haben nun viele Möglichkeiten, was wir als erstes angehen. Wir können erst zu Anca gehen um die Kräuter für unsere Mutter zu besorgen, wir können aber auch unseren Geschwistern bei ihrer Aufgabe helfen. Auf dem Weg zu unseren Zielen stolpern wir über weitere Aufgaben von anderen Bewohner:innen. Einige Quests haben dabei auch immer rechts daneben eine Zeitangabe stehen. Diese steht für jeweils eine gewisse Anzahl an Segmente innerhalb dieser Zeitleiste. Beschließen wir uns also diese Aufgaben anzugehen, so füllt sich ab einem gewissen Punkt – innerhalb der jeweiligen Aufgabe, die Leiste oben rechts. Es ist letztendlich nicht so das man eine Aufgabe annimmt und schon verliert man direkt Zeit. Das Spiel macht es relativ deutlich, ab wann Zeit abgezogen wird, so steht zum Beispiel bei der Dialogauswahl immer dabei ob eine der Auswahlmöglichkeiten auch Zeit verbraucht.

Zu Beginn ist dies aber noch nicht all zu schlimm und grundsätzlich ist es nicht so, dass man ständig unter Druck steht, weil man etwas nicht schaffen könnte. Letztendlich ist es schon möglich alle Aufgaben zu erledigen, dafür ist aber ein sehr gutes Zeitmanagement nötig und du solltest auf jeden Fall regelmäßig speichern.
Aber das Zeitsystem ergibt im Spiel sehr wohl Sinn. Zum einen macht es das Ganze auf einer gewissen Art spannender, aber lässt einem auch ständig das Ziel vor den Augen haben. Letztendlich ist es halt so das wir für die Rettung 30 Tage Zeit haben. Außerdem sieht man so, wann es wieder Abends ist, denn das Gameplay unterscheidet sich ein wenig bei Tag und Nacht.
Mit der Zeitleiste wurde auch eine gute Zwischenmöglichkeit gefunden, um eben auch abseits der Aufgaben die open World zu erkunden. Stell dir vor, die Zeit würde einfach ganz normal – per in Game Zeit natürlich, vergehen. So würde die Zeit für das Erkunden einfach komplett fehlen und der Druck wäre deutlich höher. Mit der Zeitleiste haben wir dies immerhin genau im Blick und diese wird nur bei bestimmten Handlungen im Spiel gefüllt. Es ist also letztendlich deine und meine eigene Entscheidung wann Zeit vergeht.
Der Beginn ist erst der Anfang
Wie bereits erwähnt ist der Anfang eine Art Tutorial. Wir lernen hier die Steuerung kennen, dass Kämpfen, dass Zeitsystem, die Charaktere und auch wie die Aufgaben in etwa aufgebaut sind.
Apropos kämpfen, dieses unterscheidet sich von dem, was man aus The Witcher 3 kennt. Ich will die Thematik einmal kurz anreißen, aber dafür keine extra Überschrift einführen. The Witcher 3 bestand im großen und ganzen daraus, zwischen zwei Waffen zu wählen, schnelle und härtere Angriffe auszuführen, seine Zeichen zu benutzen, auszuweichen und zu blocken.
Grundsätzlich funktioniert das Kampfsystem bei The Blood of Dawnwalker ähnlich. Wir greifen an, weichen angriffen aus oder blocken diese. Hier gibt es jedoch die Besonderheit das wir eben festlegen können, ob wir von der Seite, oben oder unten angreifen. Dies können die Gegner ebenfalls entscheiden und dementsprechend müssen wir uns entscheiden ob wir rechts, links, oben oder unten den Angriff blocken. Wenn du zum Beispiel Kingdom Come gespielt haben solltest, sollte dir dieses Kampfsystem zumindest etwas bekannt vorkommen. Wir können zwar auch jeden Angriff ausweichen und dann angreifen, aber viel effektiver – besonders auf höherem Schwierigkeitsgrad, ist das blocken und dann zuschlagen. Besonders dann, wenn du einen perfekten Block gemacht hast und dies den Gegner etwas nach hinten taumeln lässt.
Zusätzlich zum Kampf gibt es eben auch Magie, welche aber erst nach dem „Tutorial“ verfügbar wird. Außerdem ist das Kämpfen bei Nacht noch mal etwas anders. Zwar können Spieler:innen sich hier auch entscheiden in der Nacht mit einem Schwert zu kämpfen, allerdings macht es doch viel mehr Spaß mit seinen Vrahkiri Klauen die Gegner anzugreifen – denn wir sind zu Nacht Vrahkiri und zu Tag ein Mensch. Dies unterscheidet uns auch von unseren gejagten, die nur bei Nacht in Erscheinung treten können.
In den ersten drei bis fünf Stunden werden wir ein wenig in die ganzen Systeme eingeführt. Wir dürfen mit Coen das relativ – zumindest zu Beginn, kleine Gebiet erkunden, so wie Aufgaben erledigen und uns auch mit Gegnern anlegen. Das eigentliche Game fängt aber erst so richtig nach der Messe an, als alles schiefgeht, was nur schiefgehen kann.
Plötzlich sind wir selber ein Vrahkiri und stehen vor einer großen Entscheidung
Nach dem der ganze Trubel vorüber ist, stehen wir vor einer Entscheidung. Das Dorf wurde zerstört, die Menschen getötet oder entführt – zumindest erfahren wir dies relativ zeitnah. Unsere Familie befindet sich in Gefangenschaft von Brencis. Wir haben genau 30 Tage Zeit unsere Familie zu retten oder eben auch nicht. Genau das ist das Geniale am Spiel.
Theoretisch ist es uns überlassen, wie wir das Spiel spielen. Wir können im Grunde direkt zu Beginn Brencis aufsuchen und besiegen, was allerdings nicht so leicht sein sollte. Wir können allerdings auch erst einmal Aufgaben erledigen, Verbündete suchen und unser Level steigern so wie neue und bessere Ausrüstung sammeln. Solltest du darauf aber auch keine Lust haben, hättest du sogar die Möglichkeit einfach das komplette Gebiet zu verlassen und ein neues Leben aufzubauen. Dies würde übrigens das Spiel sofort beenden. Fand das irgendwie witzig, weshalb ich das unbedingt einmal erwähnen wollte. Was aber passiert, wenn du nicht innerhalb dieser 30 Tagen deine Familie retten solltest, kann ich dir jedoch nicht sagen. Das solltest du auch für dich selber herausfinden, wäre ja doof wenn du dies schon wüsstest ohne das Spiel gespielt zu haben.
Auf jeden Fall steht uns nun eine Welt offen. Naja, nicht die ganze Welt – aber eine Landschaft die schon viel zu bieten hat. Das Erkunden in The Blood of Dawnwalker ist übrigens sehr wichtig. So entdeckst du zum einen neue Aufgaben, aber auch Schätze und Höhlen die nur darauf warten von dir auseinandergenommen zu werden. So viel sei gesagt, dass Erkunden macht unfassbar viel Spaß, wobei ich sagen muss das die Welt stellenweise etwas leer wirkt. Ein paar mehr Gegner, ein paar mehr Bewohner:innen die durch die Gegend laufen, hätte die Welt etwas lebendiger wirken lassen. Bedeutet jetzt natürlich nicht das du draußen beim erkunden auf niemanden triffst, ganz im Gegenteil. Es gibt nur stellenweise Gebiete, wo nicht ganz so viel los ist.
Skillung und Ausrüstung
Wie in jedem guten RPG, gibt es auch hier einiges um seinen Charakter bestmöglich auszustatten. Es gibt drei Bereiche in dem du Coen skillen kannst. Zauberkunst, Schwertkunst und Vampirismus. Du hast also die Qual der Wahl, wie du Coen spezialisieren möchtest. Willst du lieber einen Allrounder? Dann solltest du in jeder Rubrik etwas skillen. Willst du jedoch lieber mit dem Schwert gegen seine Feinde kämpfen, so wäre es vielleicht sinnvoller mehr in Schwertkunst zu investieren. Ich denke mal das Prinzip ist relativ klar.



Du darfst dich also entscheiden ob du deine Feinde lieber mit Magie bekämpfen willst, mit einem Schwert oder doch lieber bei Nacht als Vrahkiri. Ich selber bin der Meinung das zumindest Vampirismus immer mit gelevelt werden sollte. Die Nacht kommt so oder so und da fällt dann zumindest die Magie weg, welche eben nur Tagsüber gewirkt werden kann. Das Schwert jedoch ist jederzeit nutzbar.
Innerhalb des Skillbaums haben wir verschiedene Abschnitte, die gelevelt werden können. Zum Beispiel kann die Ausdauer erhöht werden oder auch die Gesundheit. Ebenso kann auch der Schaden durch Schwerter erhöht werden oder auch spezielle Fähigkeiten können freigeschaltet werden. Hier kannst du allerdings nicht direkt alles auf max hochstufen, denn dafür bedarf es Schriftrollen bzw. Bücher die du eben beim Erkunden und / oder durch Aufgaben bekommst.
Neben dem Skillbaum gibt es dann auch noch die Ausrüstung selber. Du kannst Coen ein Oberteil, Hose, Schuhe aber auch Schmuck anziehen, die dem Charakter gewisse Vorteile geben bzw. seine Attribute erhöhen. Hier ist es wichtig zu erwähnen das du zwei verschiedene Slots für Ausrüstung hast. Einmal einen Slot für Tag und einen für Nacht. Je nach dem eignen sich Ausrüstungen besser für den Nacht-Slot, als für den Tag-Slot. Einige Ausrüstungen geben deinem inneren Vampir gewisse Boni, von denen du tagsüber nicht viel hast.

Ausrüstungen können übrigens durch Aufgaben, aber auch eben durch das Erkunden – in Truhen zum Beispiel, gefunden werden oder eben beim Händler.
Crafting, die Map und der Hof
Ich pack die drei Punkte mal in einen Abschnitt. Wollte diese zumindest einmal anreißen, aber letztendlich sind diese Bereiche bzw. Abschnitte oder Systeme im Spiel selbsterklärend.
Wir haben im Game die Möglichkeit diverse Sachen herzustellen. So können wir Essen oder Getränke für unsere Gesundheit oder Ausdauer herstellen. Dafür benötigen wir natürlich Ressourcen, die sich über die ganze Karte verteilen. Beim Erkunden haben wir die Möglichkeit Pflanzen bzw. Kräuter einzusammeln, die überall zu finden sind. Ebenso gibt es auch in Truhen oder bei Gegnern diverse Sachen die für uns nützlich sein können.



Und wenn wir schon beim Thema Map sind, diese ist überschaubar aber auch nicht zu klein. Auf der Map finden wir diverse Icons, die wir abarbeiten können. Im Grunde kennen wir das aus anderen Games. Die einen lieben es, die anderen verabscheuen dieses Element. Ich persönlich mag es von Fragezeichen zu Fragezeichen zu laufen und herauszufinden was sich dort befindet. Hier könnten zum einen Lager versteckt sein, Monster, Höhlen oder auch Aufgaben. Es lohnt sich also dort vorbeizuschauen.
Es gibt verschiedene Arten von Icons auf der Karte, wie schon erwähnt gibt es Fragezeichen auf der Karte, bei denen verschiedene Sachen versteckt sind. Ebenso gibt es über die ganze Karte Aussichtstürme verteilt, an denen man mehr oder weniger hochklettern kann, um somit weitere Sachen auf der Map freizuschalten.
Ebenso gibt es auf der Karte auch sogenannte Bildstöcke, an denen man übrigens den Charakter skillen kann, aber auch Zugriff auf eine Truhe hat, Schnellreisen kann – zu einem anderen Bildstock, oder man spult eben die Zeit vor.
Und der letzte Punkt wäre dann der Hof, welcher ein wenig an Assassins Creed erinnert. Denn hier sehen wir zum einen Brencis und seine Untertanen so wie weitere Linien die zu gewissen Punkten mit Aufgaben führen. Wir haben einen gewissen Ruf, den wir aufleveln können, in dem wir zum Beispiel Lager von Brencis Untertanen angreifen und zerstören. So steigt nach und nach der Ruf und Brencis wird auf uns aufmerksam. Dies bewirkt unter anderem das er weitere Befehle gibt, um uns aufzuhalten. Auch schalten wir – wenn wir genug Lager oder ähnliches zerstört und die Wut des jeweiligen Vrakhiri entsprechend erhöht haben, eine Quest für den jeweiligen „Boss“ frei um ihn am Ende zu stürzen.
Die Aufgaben an sich sind immer relativ gleich, aber du brauchst diesen Weg nicht unbedingt gehen. Letztendlich könntest du auch einfach im Verborgenen handeln, ohne viel auf dich aufmerksam zu machen. Mir persönlich macht es einfach Spaß die verschiedenen Lager anzugreifen und / oder eben Lieferungen bzw. Gefangenentransporte aufzuhalten. Ich selber habe mich eben dafür entschieden das er genau wissen soll, dass ich hinter ihm her bin.
Ich bin sein Schatten dem er nicht entkommen kann oder so ähnlich.
Mein Schlusswort
Das Spiel hat ganz klar seine schwächen, aber auch große stärken.
Stellenweise fand ich die Steuerung gewöhnungsbedürftig – habe mich jedoch schnell dran gewöhnt und auch das Kämpfen ging mit der Zeit leicht von der Hand. Allerdings muss ich hier sagen das die Ausdauer doch sehr schnell aufgebraucht ist, besonders dann wenn ich es mit mehreren Gegnern gleichzeitig zu tun hatte. Außerdem hatte ich hier und da Probleme mit dem Controller, als könnte sich das Game nicht wirklich entscheiden ob es nun Tastatur oder Controller nutzen möchte. Teilweise hat das Gamepad nicht mehr funktioniert und ich musste kurz auf Tastatur umsteigen oder auf dem Gamepad Pause drücken, damit ich weiter zocken konnte.
Was ich auch nicht ganz verstanden habe, wieso beim Skillen teilweise Zeit-Segmente verbraucht wurden. Dies ist nicht bei allen Skills so, aber bei einigen wo eben auch – wenn man sich dafür entscheiden sollte dies freizuschalten, Zeit verbraucht wird. Bisschen nervig, vor allem weil eben auch viele Aufgaben und einige andere Aktivitäten Zeit verbrauchen. Finde das es hier nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Könnte mir zumindest vorstellen dass das viele stressen wird.
Aber letztendlich sind das alles nur Kleinigkeiten die teilweise nerven können, aber das Spielerlebnis an sich in keinster Weise unerträglich machen. Das Erkunden mit Coen, neue Gebiete, Höhlen und auch Lager zu entdecken oder Türme zu erklimmen um weitere Ortschaften ausfindig zu machen – Coen hat auch etwas zu jedem Ort zu sagen den er in der Ferne sieht, macht einfach Lust auf mehr.
Die Geschichte erfindet hier nichts neues, es geht letztendlich um Rache und wir jagen – wie zum Beispiel in einem Assassins Creed, dem Bösen hinterher. Dafür haben wir ebenfalls eine Ansicht die uns zeigt, welche Handlanger von Brencis uns im Weg stehen und auch, welche Verbindungen miteinander verknüpft sind. Was ich allerdings spannend finde ist die Tatsache, dass wir das Ziel auf unsere Weise erreichen können. Das Game sagt uns zu keinem Zeitpunkt wir müssen jetzt das und das machen, denn eine richtige Hauptquest der wir folgen und die sich ständig ändert, haben wir in The Blood of Dawnwalker nicht. Wir haben ein Ziel vor Augen, nämlich unsere Familie zu retten. Dieses Ziel können wir nach unserem Geschmack erreichen oder auch einfach komplett ignorieren. Letztendlich erkunden wir die open World, nehmen Aufgaben an und helfen Bewohner:innen bei ihren Problemen, suchen Verbündete, nehmen Lager auseinander, machen auf uns aufmerksam oder eben nicht und skillen bzw. leveln Coen. Dies macht es eben so interessant, weil ein zweiter oder auch dritter Run anders aussehen könnte.
Ich habe nun etwas über 15 Stunden in dem Spiel verbracht und kann sagen das ich sehr angetan bin. Schon lange hatte ich nicht mehr so viel Spaß mit einem Spiel, wie mit The Blood of Dawnwalker. Es ist nicht nur ein The Witcher 3 2.0. Es hat vieles, was einen an The Witcher erinnern lässt, aber es ist eben so viel mehr als das. Es kombiniert die typische Witcher Atmosphäre und Charaktere mit eigenen Ideen und Elementen die einem eventuell aus anderen Spielen bekannt sind. Das Kampfsystem macht unfassbar viel Spaß, vor allem dann, wenn es richtig klick gemacht hat.
Neumond · entstanden am 10. September 2026
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